Referat
Zwischen Engagement und Vorurteil: Der Pfarrer Georg Althaus in antiziganismussensibler Perspektive
Ich werde auf der Jahrestagung des Netzwerks Sinti Roma Kirche am 17. April 2026 einen Vortrag über das Wirken des Pfarrers Georg Althaus halten. Althaus war einer der wenigen Theologen, die sich für Holocaust-Überlebende aus der Minderheit der Sinti* und Roma* einsetzten.
17. April 2026, 13:00 Uhr – 18. April 2026, 13:00 Uhr
Domkapitelhaus der Bremischen Evangelischen Kirche
Domsheide 8
28195 Bremen
Mit der Jahrestagung 2026 des Netzwerks Sinti Roma Kirchen soll der eingeschlagene Weg der Aufarbeitung des Unrechts fortgesetzt werden, das Sinti* und Roma* nach 1945 erlitten haben. Ein weiteres Thema sind die Herausforderungen in der antiziganismuskritischen Bildungsarbeit.
Podcast zum 30-jährigen Gedenken an den Genozid in Ruanda
In unserem Podcast "Bildersturm glotzen & glauben" haben wir die Folge 11 den Filmen "Hotel Ruanda" und "Shooting Dogs" gewidmet. Wir konnten für diese Folge einen ausgewiesenen Fachmann gewinnen, nämlich Wolfgang Reinhardt. Er ist mit Denise Uwimana-Reinhardt verheiratet, einer Überlebenden des Völkermordes. Wolfgang berichtete von den politischen Hintergründen, von der Genozidleugnung und vom dramatischen Überleben seiner Frau. Auch bewertete er mit uns die wirkmächtigen Ruanda-Filme. Manche seiner historischen Schilderungen waren so heftig, dass wir hoffen, nicht auf den Index zu kommen. Er meinte aber, dass wir uns der historischen Realität hinsichtlich der Brutalität des Völkermordes nicht verschließen sollten. Hier ist der Youtube-Link zur 11. Folge; der Podcast ist auch auf Spotify und anderen Streaming-Diensten verfügbar.
Zu den anderen Folgen von Bildersturm glotzen & glauben geht es hier:
Neue Rezension
Buch über Georg Althaus
Das Buch über Georg Althaus ist fertig. Nun suche ich nach einem renommierten Verlag.
Die Ergebnisse dieser Studie sind sehr beeindruckend: Althaus erwies sich insbesondere in der Nachkriegszeit als streitbarer Zeitgenosse, der auf die NS-Kollaborateure in Kirche und Politik aufmerksam machte.
Sein Engagement für Sinti und Roma wird inzwischen kritisch gesehen, da seine Haltung und Sprache ihnen gegenüber zwar wohlwollend, zugleich aber überheblich und bisweilen ethnoromantisch oder gar rassistisch gefärbt waren.
Die Beschäftigung mit seiner Person ist und bleibt eine bleibende Herausforderung.



