Elmar Spohn (Doctor of Theology, Unisa) Theologe

Aktuelles aus meiner Welt von Theologie, Zeitgeschichte, Kunst und Spiritualität.

Rezension zu "Hier gilt der deutsche Gruß!" Die Kreisleitung der NSDAP in Hochdorf und im Kreis Hrob

Für die Gedenkstätten-Rundschau (Nr. 36, Mai 2026) habe ich eine Rezension verfasst, in der ich mich mit der regionalen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit auseinandersetze: 

"Gerade im Vergleich mit vielen Heimatbüchern und Stadtchroniken wird der Wert dieser Studie deutlich. In zahlreichen lokalen Darstellungen bleibt die NS-Zeit unterrepräsentiert; häufig werden zwar Kriegsfolgen beschrieben, nicht jedoch die Mechanismen der nationalsozialistischen Machtergreifung, die antidemokratische Herrschaftspraxis oder die Verfolgung von Juden, Sinti und Roma sowie anderen ausgegrenzten Gruppen. Auch Gewalt gegen ausländische Kriegsgefangene oder die systematische Außerkraftsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien zugunsten parteilicher Willkür finden oft keine angemessene Berücksichtigung. Die Studie über Hochdorf zeigt hingegen, wie solche Aspekte methodisch fundiert und quellengestützt untersucht werden können und auch sollen."

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Der Podcast bildersturm glotzen & glauben ist am Start

Zwei Theologen (Magnus Großmann und ich) schauen sich Filme an und sprechen über deren Ästhetik, Plot, Rezeption und Theologie. Sie diskutieren in einem lockeren und unterhaltsamen  Gespräch (in süddeutschem Idiom) über bekannte Filme. Hier ist der Link.

Wir sind jetzt auch bei Spotify und den anderen Streaming-Angeboten online oder hier:


Auf den Spuren von Franz von Assisi

Im Sommer 2022 haben Marietta und ich uns auf die Spuren von Franz von Assisi begeben. Besonders fasziniert hat mich seine starke Liebe zu Gott und die daraus resultierende Offenheit für Menschen und die Kreatürlichkeit. Dabei ist seine Schöpfungsspiritualität alles andere als  die gegenwärtig weitverbreitete Wohlstandsökologie.


Buch über Georg Althaus

Ich habe ein Buch über den Nazi-Gegner und Pfarrer Georg Althaus (1898-1974) verfasst, das demnächst veröffentlich wird. 

Der bisher wenig bekannte Pfarrer Georg Althaus war eine außergewöhnliche Person im Umfeld von Nationalsozialismus und Nachkriegszeit. Althaus kämpfte vehement gegen den in die Braunschweigische Landeskirche eindringenden Nationalsozialismus. Wegen seines öffentlichen Gebets für Juden wurde er von einem nationalsozialistischen Sondergericht verurteilt. Nach 1945 forderte Althaus die Entlassung von nationalsozialistisch kompromittieren Amtsträgern aus Kirche und Gesellschaft. Dies führte zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Kirchenleitung und stieß auf großes Interesse der Medien. Zudem setzte sich Althaus für Sinti und Roma ein und forderte für deren Schicksal in der NS-Zeit Wiedergutmachung und die Verurteilung der Täterschaft.